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Haltung und Pflege
Der Hovawart ist ein *pflegeleichter* Hund, denn nichts muß ab- oder nachgeschnitten werden, baden ist so gut wie niemals nötig, es sei denn, er hat sich in besonders *wohlriechenden* Dingen gewälzt. Er sollte wöchentlich gut durchgebürstet werden, was man beim Hovawart am besten direkt im Welpenalter beginnt, um ihn leichter daran zu gewöhnen. Allenfalls mal die Ohren mit einem feuchten Wattebausch an dem leicht zugänglichen Innenohr auswischen, dabei sollte aber der Gehörgang abgedeckt werden, um eine Verschmutzung zu vermeiden. Auch sollten von Zeit zu Zeit mal die Zähne auf Zahnstein kontrolliert werden, auch damit fängt man am besten schon im Welpenalter an – stellt dies auch schon eine schöne Übung für das spätere erforderliche „Zähnezeigen“ für Ausstellungen oder Zuchtprüfungen dar. Die Unterbringung eines Hovawarts sollte gut überlegt und vorbereitet sein, schon bevor der Welpe ins Haus kommt. Ganz gleich, ob er hauptsächlich im Haus oder außerhalb leben wird. Wichtig ist ein Platz, an den sich der Hund ungestört zurückziehen kann. Diesen Platz sollte dann auch die ganze Familie respektieren und insbesondere Kindern sollte klargemacht werden, dass ein Hund kein verfügbares Spielzeug ist. Den Welpen sollte man aus gesundheitlichen Aspekten in den ersten Lebensmonaten die Treppen tragen, so lange es gewichtsmäßig machbar ist. Ganz besonders wichtig ist der Umgang des Welpen mit vielen Artgenossen – und dies von klein an. Auch sollte er so viel wie möglich allen Umweltfaktoren und Kontakten verschiedenster Art ausgesetzt werden. Die Bekanntschaft mit vielen verschiedenen Menschen ab der frühesten Jugendentwicklung lassen den Hund uns Menschen als positiven Partner erleben und er wird ein hohes Maß an Sicherheit und Akzeptanz gegenüber Menschen entwickeln. Er wird sich als erwachsener Hund aufmerksam und selbstbewusst gegenüber fremden Menschen verhalten und dabei nicht ängstlich oder agressiv sein. Den gleichen Stellenwert müssen wir aber auch der täglichen Spielmöglichkeit unseres neuen Welpen einräumen. So sollten wir unserem Welpen ebenfalls von klein an die Möglichkeit bieten, mit möglichst vielen Artgenossen spielen zu können – nur so lernt unser Hund die „Hundesprache“ und Sozalisierungs- und Verhaltensmuster, die unser Hund im erwachsenen Alter benötigt, um mit anderen Artgenossen zu kommunizieren. Besonders wichtig ist das tägliche Spielen mit dem Hund, wobei sich wunderbar die Beziehung zu ihm aufbauen lässt. Bewegungsdrang und die Möglichkeit zu aktivem Spiel (sei es mit Artgenossen oder mit uns) sollten durch regelmäßige Spaziergänge (mindestens 1 Stunde zusammenhängender Lauf und dazu 3 bis 4 "Entsorgungsrunden") und seinem Lieblingsspiel, dem „Beutemachen“  geboten werden. Dem täglichen Spiel in Form von Bällchen werfen, Lekkerli’s suchen, Lappenziehen, zergeln sind keine Grenzen gesetzt. Viele Spielanregungen kann man einschlägiger Literatur entnehmen. Ihn einfach nur im Garten laufen zu lassen, ist für einen so arbeitsfreudigen Hund viel zu wenig. Radfahren oder Joggen ist eine tolle Sache für Mensch und Hund.
Der Hovawart entwickelt eine starke Bindung an sein "Rudel" und muss am Familienleben teilnehmen können. Wenn er von Anfang an gut in die Familie integriert wird, erträgt er aber auch eine gelegentliche ( d.h. stundenweise) Zwingerhaltung.




Hund und Kind
 Noch einige Worte zum Thema "Hund und Kind": Im Prinzip passen Hund und Kind ausgezeichnet zusammen. Allerdings müssen für das Kind - nicht für den Hund - Verhaltensmassregeln aufgestellt werden. Ein Hund ist ein Lebewesen (keine Sache, wie der Gesetzgeber behauptet) mit all seinen Bedürfnissen. Dazu gehört auch eine akzeptierte Ruhe. Wichtig ist es auch zu wissen, ob ein Welpe mit Kindern aufgewachsen ist, oder ob er sich erst an solche gewöhnen muss. An sich sind alle Hunde kinderfreundlich, das gilt auch für den Hovawart. Sehr rasch jedoch kann ebenfalls in jedem Hund eine Ablehnung zu Kindern entstehen.
Dringend zu beachten ist, dass beim Hund keine Eifersucht aufkommt, was besonders bei Rüden der Fall sein kann. Immer wieder werden Hunde abgegeben, weil ein Kind gezwickt oder gar gebissen wurde. Die Schuld daran trägt aber immer der Halter wegen falscher Erziehung und Behandlung des Hundes. Wer wird nicht sauer, wenn er nicht als vollwertiges Familienmitglied behandelt wird?
Leider sieht man immer wieder Kinder allein mit einem Hund Gassigehen. Das mag ja bei einem Dackel noch angehen - bei einem Hovi ist es verantwortungslos. Er ist ein kräftiger Hund und ein Kind hat keine Chance, wenn er z.B. plötzlich die Strassenseite wechseln möchte.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass zu einem Kind einfach ein Hund gehört. Es kann dank ihm lernen, Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht zu üben und es hat zusätzlich einen Gefährten, der mit ihm durch dick und dünn geht.

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