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Der Gebrauchshund Der Hovawart ist ein anerkannter Gebrauchshund zu vielseitiger Verwendung. Er besitzt Schutztrieb, Selbstsicherheit und
Belastbarkeit, mittleres bis lebhaftes Temperament und eine sehr gute Nasenveranlagung. Für einen Gebrauchshund harmonisch abgestimmte körperliche Verhältnisse und eine besondere Bindung an seine Familie machen ihn
insbesondere zu einem hervorragenden Begleit-, Wach-, Schutz- und Fährtenhund. Der Hovawart, der eine Aufgabe hat, lernt immer neue Anforderungen zu bewältigen, ist ein angenehmer Begleiter, mit sich und der Welt in
Einklang.Wenn er nur neben her leben darf, wird er entweder dumm oder unerträglich. Viele Verhaltensprobleme könnten vermieden werden, wenn man dem Hund die Gelegenheit gibt, seine Triebe und Bedürfnisse
auszuleben.
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Baika bei der Unterordnung |
An dieser Stelle sei auf jeden Fall der Besuch eines guten Übungsplatzes jedem ans Herz gelegt. Abgesehen davon, dass man hier Gleichgesinnte trifft, Erfahrungen austauschen
kann und die Hunde auch Sozialkontakte knüpfen können, auf dem Hundeplatz lernen Besitzer und Hovawart zusammen, sich unter Ablenkung zu konzentrieren und werden von
erfahrenen Ausbildern beim Üben begleitet. Es stärkt die Verständigung und das unsichtbare Band zwischen Hund und Mensch enorm. Erstes Ziel dieser Ausbildung sollte die Begleithundeprüfung sein.
Der Schutzhund Der Hovawart gehört zu den sogenannten Gebrauchshunderassen. Führigkeit und Intelligenz einerseits, Belastbarkeit, Mut und Verteidigungsbereitschaft andererseits sollen diese Rassen
auszeichnen. In der Ausbildung zum sogenannten Schutzhund kann der Hovawart diese Fähigkeiten unter Beweis stellen. Der seriöse moderne Schutzhundesport hat nichts mehr mit
dem alten „Training auf dem Mann“ zu tun. Zur Erklärung des Schutzhundesports: Beim Schutzhundesport können wir unseren Hunden etwas bieten, was ihren natürlich
angeborenen Trieben gerecht wird. Der Hund darf mit seinem Hundeführer im Team um die Beute (Schutzhundearm) kämpfen. Dabei wird der Hund immer als Sieger über den Schutzhundearm mit diesem vom Platz gehen.
Ein Schutzhund der diese Sportart betreibt ist keine Waffe. Er wird im Schutzhunde- sport eventuelle angesammelte Aggressionen abbauen und ist demnach für seine Umwelt verträglicher als manch
anderer nicht ausgebildete Hund. Der Schutzdiensthelfer (Ausbilder) wird dem Hund lehren, sich die Beute (Schutzhundearm) in bestimmten Situationen im Verbund mit seinem Hundeführer zu
erkämpfen. Das heißt, es wird nicht wild um sich gebissen und geschlagen, der Hund lernt in bestimmten Situationen bestimmte Handlungen auszuführen und dabei immer noch im absoluten
Gehorsam seines Hundeführers zu sein (”sitz”, ”platz”, ”aus”, ”fuß”, ”hier” usw.). Dieses steigert das Selbstbewusstsein des Hundes und
fördert das Vertrauen zu seinem Hundeführer. Ein Hund der selbstbewusst ist und eventuelle aufgestaute Aggressionen abgebaut hat, wird mit seinem Hundeführer, zu dem er als
untergeordnetes Rudeltier Vertrauen hat, entsprechend mit seiner Umwelt umgehen. Mit anderen Worten, man erreicht mit diesen Sport, dass sich der Hund, im Gegensatz was man von Laien hört,
erwachsenen Menschen, Kindern und anderen Hunden gegenüber ausgeglichen und ohne Aggressionen verhält. Zum Schluss sei noch gesagt, Schutzhundesport ist eine Sportart die
viel Fleiß und Schweiß braucht damit sie fruchtet. Der Hund muss bei einer Prüfung der VPG 1 - 3 in drei verschiedenen Disziplinen erfolgreich sein (Fährtenteil, Unterordnungsteil und
Schutzhundeteil). Nur wenn alle drei Disziplinen erfolgreich abgeschlossen wurden, kann der Hund die Prüfung bestehen.
Schutzhundesport soll immer von kompetenten Fachleuten gelehrt werden und sollte nur als Sport für Hund und Mensch angesehen werden. Wir wollen unseren Gebrauchshunden damit
nur ein bisschen Natur zurückgeben.
Der Fährtenhund Die Fährtenarbeit ist aber auch eine eigenständige Disziplin. Die Fährtenhundprüfung ist deutlich anspruchsvoller als
der Fährtenteil bei der Schutzhundeprüfung. Dies ist eine wundervolle Beschäftigung für den Hovawart und fast alle Hovawarte sind gute bis sehr gute Fährtenhunde. Ihre
Nasenveranlagung ist ausgezeichnet. Der Vorteil dieser Betätigung mit dem Hund ist, dass sie ihm Spaß macht, einen wichtigen Trieb befriedigt und dass der Hovawart
sich dabei so richtig ausarbeiten kann, weil er all seine Sinne für diesen Arbeit braucht.
Turnierhundesport
Dies ist auch eine Möglichkeit sich mit dem Hund gemeinsam sportlich zu beschäftigen und soll Mensch und Hund zu lustbetonter
körperlicher Betätigung zusammenführen. Neben dem Hindernislauf, bei dem nur der Hund die Hindernisse bewältigen muss, gibt es den
Sprung über drei Hürden, den Hundeführer und Hund absolvieren müssen, den Slalomlauf und den Geländelauf. Auch die Unterordnung gehört zu dieser Disziplin.
Obedience
"O-bi-di-ens" ist eine relativ neue Hundesportart in Deutschland, die wie Agility, ihren Ursprung in England hat. Übersetzt heißt Obedience nichts anderes als "Gehorsam", man nennt es auch "Die hohe Schule der Unterordnung".
Jedoch gestaltet sich Obedience wesentlich vielseitiger als die "gewöhnlichen"
Gehorsamsübungen, die wir von den meisten Hundeplätzen kennen. Zu den bekannten Bestandteilen wie Bei-Fuß-Gehen, Sitz, Platz aus der Bewegung, Bleib, Abrufen usw., die
Bestandteil einer Begleithundeprüfung sind, kommen noch folgende interessante Elemente hinzu: - Apportieren / auch von Metall - Suchen von Gegenständen / Eigenidentifikation
- Positionswechsel auf Distanz / Sitz-Platz-Steh - Vorausschicken in eine Box / Quadrat aus 4 Pylonen - Wesensfestigkeit, vor allem gegenüber anderen Hunden
- Ablage / alle Hunde werden gleichzeitig abgelegt - usw Ein wesentlicher Unterschied zur Begleithundeprüfung, die allerdings Voraussetzung zur
Teilnahme an einer Obedience-Prüfung ist, ist der Ablauf einer Prüfung. Während bei der BH nach einem festen Schema geprüft wird, macht man bei einer Obedience-Prüfung alles nur auf
Anweisung des Ringstewards (der eine spezielle Ausbildung hierfür braucht). Dieser legt auch gemeinsam mit dem Richter das Laufschema für die Leinenführigkeit und Freifolge fest. Also
erfährt man erst während der Prüfung, wie man laufen muss.
In Deutschland gibt es 4 Prüfungsstufen im Obedience.
- Beginnerklasse - Klasse1 - Klasse2 - Klasse3 /FCI Klasse
Beim Obedience geht es vor allem um Präzision, Harmonie, Eleganz und eine fließende
Vorführung der einzelnen Übungen. Wobei man hierzu noch erwähnen sollte, dass Obedience für Hunde aller Rassen, sowie Mischlinge geeignet ist, unabhängig von Größe und Alter. Bei der
Bewertung der einzelnen Übungen, wird auch darauf vom Richter eingegangen, ob ein arbeitseifriger oder ein eher etwas gemütlicher Hund diese ausführt.
Dogdancing Ob es nun Dogdance, Heelwork to music oder Freestyle obedience genannt wird, die Grundidee ist eigentlich immer die gleiche. "Passend" zur Musik bewegt sich das Team Mensch-Hund und
zeigt mehr oder weniger aufwendige Übungen und Tricks.
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